Zurück auf's "Spielfeld" - Knie Reha nach Kreuzbandriss und Mikrofrakturierung

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...sogar losrennen

Nach drei Knie OP‘ s ist es nicht selbstverständlich, dass Du ganz normal losrennen kannst. Für mich war es nach der zweiten knie Operation vorbei. Ich konnte nicht mehr normal joggen, nur über Ausweichhaltungen, und nur mit gewisser Schmerz -Toleranz. Ehrlich gesagt, konnte ich mir auch nicht vorstellen, dass das je wieder geht. Manchmal habe ich mir Gedanken gemacht, wie es ist, wenn ich meiner kleinen Tochter mal „nachrennen" muss, und ob das dann funktioniert. Während der Bike-Rennen hatte ich mir angewöhnt einfach alle Passagen zu fahren, und dadurch meine Abfahrtsperformance verbessert. Seit Dezember 2011 kann ich wieder normal losrennen, joggen, ich war sogar im Trail unterwegs. Unglaublich das Gefühl, die Dankbarkeit für den Moment als ich das erste Mal merkte, dass das „Laufen" wieder funktioniert.
Woran lag das, was war der Schlüssel?
Eine spontane Verletzung zwang mich in eine Schonhaltung. Verspannungen und Muskelschmerzen beim Biken waren die Folge, und auch mein Weg zu einem Experten. Dr. Pfab vom Olympiastützpunkt München wendete eine effektive Therapieform (Dry Needling) an, um alte Muskel -Verspannungen aufzulösen, die durch Schon,- und Ausweichhaltungen nach den Knie Operationen entstanden waren. Mein Fokus lag immer darauf, dass der Körper auf dem Bike funktioniert. Seit 8 Jahren konnte ich nicht mehr richtig „sportlich Laufen." Ich hatte das akzeptiert, sah das als Folge der OP's. Physio und Doc haben mich jetzt zum Laufen geschickt. Als Therapie! Vorsichtig, anfangs mit Schmerzen, bedenken und wieder mit Schonhaltung habe ich die Laufstrecke verlängert. (Ich war nie auf hartem Untergrund unterwegs.) Gleichzeitig versuchte ich die Rumpf und Stützmuskulatur zu stärken. Doc Pfab hat die Dry Needling Therapie angewendet.
Der Therapieerfolg war wirklich schön.
Natürlich muss sich jeder der eine oder mehrere Knie Operationen hat oder sogar am Knorpel operiert wurde, klar machen, das Laufen nicht die beste Sportart für das regelmäßige „Workout" ist. Dennoch ist es wirklich schön, einfach losrennen zu können...

 
 
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Der Doc hatte Recht. Das Knie funktioniert, die Schwellung ist wieder weg. Im Moment haben aber einige Muskeln ein Problem. Vielleicht war durch den Sturz eine alte „Verklebung" aufgerissen, vielleicht war die Schonhaltung nicht gut.
Unglaublich, im Moment kann ich zwar joggen, was für das Knie eigentlich nicht gut ist, und richtig Spass macht, aber nicht Rad fahren, ohne Schmerzen auszulösen.
Grund: Die Hüft-Muskulatur und die Muskeln am rechten äußeren Oberschenkel bis zur Wade fühlen sich an wie ein Drahtseil. Ursache ist eine verhärtete und angespannte Muskulatur durch Fehl- und Überbelastungen, oder Schonhaltung. Dies führt zu einer verminderten Durchblutung im Muskelgewebe. Es entstehen Triggerpunkte, und die müssen jetzt wieder weg !
Der Doc hat mich zu einem Kollegen (Dr.med.F. Pfab) im Olympiastützpunkt München geschickt, der eine spezielle Technik anwendet, um chronische Muskelverhärtungen aufzulösen. „Speziell heftig, speziell wirkungsvoll „-das ist meine Erfahrung nach der ersten Behandlung. Unmittelbar nach der Therapie, wollte ich vom „Dry needling" und dem behandelnden Doc erst mal gar nichts mehr hören. Ich hatte richtig starke Muskelschmerzen, die erst am Nachmittag nachließen... schon am nächsten Tag spürte ich den positiven Effekt der  DN -Therapie. Ich konnte locker trainieren und hatte das Gefühl wieder gerader zu gehen. Der Physio hat noch mal bisserl „nachgearbeitet" - temporär war‘s fast perfekt, und  Dr. Pfab hat sich dann per Anruf in Erinnerung gebracht. „ Das ist ein Prozess, die Behandlung muss eine Weile durchgeführt werden, dann passt das bald wieder".
Mmhh...ja... naaa gut, ich will ja wieder Radfahren! Außerdem soll ein Beinlängenausgleich mittels neuer Schuheinlage helfen. Ich hoffe bald! Es gibt zum Glück gute Referenzen für die Therapie, ...unter Sportlern.

 
 
Operierte Knie sind schnell "beleidigt"

Und manchmal können Muskeln das Knie auch aus dem „Gleichgewicht" bringen.

Wenn ein Partner des eingespielten Teams „Muskeln & Gelenke"  mal ein bisserl aus der Reihe tanzt, wird das manchmal zum Problem. Eine andere, ungewohnte Sportart, einmal Möbel tragen oder eine Muskel -Zerrung oder Prellung führen dann zu einer unerwarteten Kettenreaktion.
„Musculus Bizeps femoris  gegen Quadrizeps" und Plötzlich hat das Knie richtig Stress. Es zwickt in der Kniekehle und jetzt ist Musculus popliteus  auch noch aktiv und die obere Wadenmuskulatur schmerzt.

Keine Angst, normalerweise fängt sich das System nach ein paar Tagen wieder. Wichtig ist, dass man nichts macht, was dauerhaft Schwellungen verursacht. Sportarten wie beispielsweise Skilanglaufen (Skating)  könnten unter Umständen nicht so gut sein. Ich verzichte darauf, und ziehe lieber mal Tourenski an. Der parallele Schritt entspricht für mein Gefühl mehr dem, was mein operiertes Knie mag.

 
 
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...auch wenn alles perfekt scheint, muss sich jeder der eine schwere Knie OP hinter sicht hat darüber im klaren sein, daß das Kniegelenk nie mehr wirklich so werden wird, wie es uns die Natur geschaffen hat.

Mir ist das genau zwei Wochen nach dem perfekt verlaufenem Skirennen- quasi mit dem Start in die Bike -Saison veranschaulicht worden. Die Sohlenplatte des Radschuhes war nur zwei Milimeter verrutscht. Leider hatte ich das nicht sofort bemerkt, und dadurch ca. zwei Wochen lang eine Schwellung im Kniegelenk. „Man hat sofort wieder Panik,  zweifelt und ist echt froh darüber, wenn man den Einstellungsfehler findet." Zu einem perfekt funktionierenden operierten Knie gehören Muskeln. Diese stützen und geben viel Stabilität. Mein Training ist Biken. Jetzt ist wieder alles OK. Das Zusammenspiel passt und die Power ist sehr zufriedenstellend. Das Skirennen ist im übrigen gut verlaufen. Zugegeben es war mein allererstes alpines Rennen, und ich war nur gefühlt schnell. der Vorsprung aus dem Langlaufwettbewerb hatte aber gereicht. Ich bin neue Meisterin in der nordisch-alpinen Kombinationswertung.

(Hintergrund: Nach der 3. Kreuzband OP mit Mikrofrakturierung am Knorpel- viele Ärzte rieten von einer OP ab.)

 
 

In den Bergen liegt Schnee. Seit November stehe ich wieder auf Skiern. Anfänglich vorsichtig und meistens mit Knieschiene. Nach den ersten Tests habe ich beschlossen, einen neuen, schnelleren Ski zu benötigen. Den habe ich dann prompt zu Weihnachten bekommen. Und jetzt ist es soweit. Ich fahre wieder so schnell und so sicher, dass ich ernsthaft darüber nachgedacht habe, ob das neue „Doublebundle" im Knie sich nur so gut anfühlt oder ob es wirklich hält. Die Frage hab ich an den Doc weitergegeben.
Das Knie fühlt sich nach nochmaligem Muskelaufbau und vielen verschieden koordinativen Übungen fast wie neu an.
Mein Doc sagt: Ja es hält!
Das verleitet ungemein zum Spass haben! Jetzt will ich ein kleines Skirennen- die Vereins-Meisterschaft wagen. „Just for Fun". Das wäre mein erstes alpines Skirennen!

(Hintergrund: Nach der 3. Kreuzband OP mit Mikrofrakturierung am Knorpel- viele Ärzte rieten von einer OP ab.)

 

 
 
und das Knie ist jetzt nach der dritten OP besser als es nach der zweiten OP war.

Ich werde fast euphorisch, wenn ich davon berichte. Ein Jahr ist seit meiner Knie OP vergangen. Es war die Dritte am rechten Kniegelenk. Im Vorfeld hatten mich einige Mediziner beraten. Einige hatten von einem dritten Eingriff abgeraten, andere machten kein Geheimnis daraus, die OP lieber einem Kollegen zu überlassen. Ich genieße, dass ich mich richtig entschieden habe. Ich genieße meinen Sport und habe keine Schwellungen oder Schmerzen mehr. Die Knorpel-Mikrofrakturierung war erfolgreich und das neue Kreuzband paßt. Meine Reha war eine Reha mit Unterbrechung. Nach optimalem Start, gab es ein kleines aber schönes Hindernis. Ich hatte schon kurz nach der OP ein Baby im Bauch. Zugegebenermaßen war das so geplant. Was nicht geplant war, war die notwendige Bettruhe in den letzten 4 Schwangerschaftsmonaten. Kurz nachdem das Baby auf der Welt war habe ich das Reha Training fortgesetzt. Ich bin drei Wochen später auf Skiern gestanden und habe mittlerweile wieder richtig Spaß in den Downhills...Mittlerweile habe ich viele Freunde beraten. Ich weiß von was ich rede, und ich geb euch gerne Mut mit auf den Weg.

 
 
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In Sachen Reha - Für Sportler ist das normal. Aber auch als Sportler hat man immer zu tun und ist viel unterwegs. Die grenzenlose Freiheit wieder fast alles tun zu können, verleitet auch mal zur Nachlässigkeit.

Ja ich muss zugeben das ich fast nur draußen trainiert habe. Das Bike ist wieder meine erste Instanz. Genau das ist aber falsch. Auf dem Bike kann man zwar schonendes Krafttraining gut umsetzen, Feinmotorik und Propriozeption bleiben aber weitgehend auf der Strecke. Gestern bin ich das erste mal zu Fuß im wirklich schwierigen Gelände gewesen. Ganz witzig „ Am Steig durch die Klamm ist normal gehen einfacher wie auf der Waldwiese" Man sieht hier nicht welche Bodenwelle den Fuss beim Auftritt erwartet. Vielleicht ist es hart, weich oder die Kühe haben tiefe Klauenabdrücke hinterlassen" Ich bin mit noch sichererem Gefühl wieder daheim angekommen." Im Moment starte ich auch die Reha mit den Geräten. Wackelbretter (MFT) Weichbodenmatten und auch die Beinpresse werden die Abwechslung des Indoor Reha Trainings. Ich bin ziemlich gespannt, ob die Knorpelersatzschicht gut nachgewachsen ist. Mein Gefühl sagt ja. Zur Unterstützung benutze ich Artilane. Dieses Supplement soll die Zellstrucktur und Funktion des Gelenkknorpels verbessern.

 
 
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Propriozeption ist das Zauberwort für Stabilität im Knie. Propriozeption muss gerade nach der Knie OP trainiert werden. Wann darf ich damit anfangen?

Ich habe das koordinative Training kurz nach dem Übergang zur Vollbelastung gestartet.
Zähneputzen auf einem Bein, Übungen bei denen ich versuche, wieder ins Gleichgewicht zu kommen, oder es nicht erst zu verlieren, und so weiter. Mein Spezial Training sah so aus: Ein Spaziergang am Abend führte uns in das nahegelegene Bachbett. Mit Knieorthese geschützt habe ich versucht von Stein zu Stein über das Wasser zu kommen. Zugegeben das war ziemlich gefährlich und ich war auch extrem vorsichtig. Ein langer Stecken half mir das Gleichgewicht zu halten. Mit der Zeit kam aber die Routine zurück. Ich konnte meinem Partner folgen. Cooles Propriozeptives Training.

 
 
Fast vier Monate hat es gedauert, bis ich endlich wieder mal auf dem geliebten Hausberg war. Allerdings konnte ich den teilweise steilen Schotterweg zum Gipfel des Herzogstands noch nicht ohne Hilfe bewältigen.

Das hätte mein operiertes Knie noch nicht vertragen. Das Knorpelersatzgewebe ist noch weich und verträgt auch in den kommenden Wochen nur die Belastung mit dem eigenem Körpergewicht. Beim Bergradeln wirken aber viel viel höhere Kräfte. Während unserer ersten gemeinsamen Transalp -Challenge hatte ich meine Zwillingsschwester an jedem Anstieg abgeschleppt. Ein zertrennter Radl Schlauch ist das perfekteste Seil und ermöglicht auch nahezu perfekte Abschleppperformance und gezielte Kräfteverteilung am Berg. Selbst im steilsten Gelände bleiben die Laufräder am Boden. Am Sonntag war der Regen wirklich egal. Wir mussten gemeinsam auf den Herzogstand. Genial die Zwillingscraft. Peggy hat richtig Power, für Sie war die Aktion perfektes Training. Für das Knie ist das dosierte Krafttraining mit dem Bike sehr förderlich. Direkt danach ist die Bewegung des Gelenkes deutlich natürlicher.
Empfehlen kann ich diese Art der Reha aber nicht. Auffahrt und Anstieg efordern sehr viel Erfahrung. Der Downhill könnte für weniger erfahrene Biker mit frisch operierten Kreuzbändern schon gefährlich sein.

 
 
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Das Knie macht inzwischen wieder ziemlich viel mit. Stundenweise gehen oder Stehen ist kein Problem mehr. Am Sonntag waren es die ersten drei meter im Laufschritt.

Ich war sogar im Wald unterwegs um die Teamkollegen während des Tegernsee Marathons zu betreuen. Bei dieser Gelegenheit habe ich in voller Euphorie die ersten Laufschritte gemacht. Ich hoffe sehr, dass die neue Knorpelschicht das gut verkraftet hat. -Ich musste einfach laufen, als meine Zwillingsschwester an erster Position liegend an mir vorbei fuhr. Sie hat meinen Titel auf der 75 km Distanz des Tegernsee Marathons verteidigt.
Zur Sicherheit trage ich außerhalb der Wohnung so eine supercoole K-Com Karbonschiene. Im Moment ist das Implantat in einer Umbauphase und relativ gefährdet. Schmerzen oder Schwellungen treten aber kaum noch auf. So langsam läuft mein Knie wieder ziemlich normal.

 
 
…laufen, ist ein riesiges Glück! Das fühlt sich definitiv an wie ein grosser Sieg. Am Freitag morgen bin ich aufgewacht und habe gedacht „heute ist der richtige Tag“ Nach 7 Wochen an Krücken, quasi in der Hälfte der Zeit

„Übergang zur Vollbelastung" wollte ich das einfach versuchen. Start war im Badezimmer. Ich probierte mich am Waschbecken festzuhalten und auf dem operierten Bein zu stehen. Langsam verlagerte ich die volle Last vom Arm weg auf das Bein- es gelang. Danach habe ich noch mal eine halbe Stunde das Pieren Plus angelegt, um die Muskulatur zu stimulieren. Wahrscheinlich war das eine weise Idee. Der Laufversuch im Garten gelang innerhalb von 2 Minuten. Das glaubt mir der Physio wahrscheinlich niemals! Mein Partner ging zunächst als "vertrauensvolle Stütze" neben mir. Vorsichtig liess ich seine Schulter immer mehr los, und setzte ein Bein vor das andere. In Kürze gingen wir Händchen haltend ums Haus, - die nächste Runde war ich allein unterwegs, ganz behutsam. Wahnsinn, das ist ein richtig schönes Gefühl. Besonders die Möglichkeit Dinge allein transportieren zu können ist bedeutend. Inzwischen konnte ich auch die Belastung beim Radeln steigern, und ich fahre seit Sonntag wieder Auto.

 
 
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Zu früh zu viel habe ich offensichtlich meinem Knie in Sachen Radfahren zugemutet. Das ist auch der Grund für den dreifachen Espresso heute Morgen. Trotz aktiven Kühlen nach der zweistündigen Radtour zeigte das Gelenk in den nachfolgenden Stunden Schwellung. In der Nacht setzte sich die nangenehme Art und weise der Kapselreaktion fort. Leichtes Pulsieren und Druckgefühl verdarben mir den Schlaf etwas.

Oh je der Physio ist sicher nicht begeistert, dennoch sind diese Reaktionen nach sechswöchiger Nichtbelastung Standard. Hoffentlich bedeutet seine die Lymphdrainage Rettung für den Tag. Auch beim Gehen soll ich mittlerweile mit 30 kg belasten. Autofahren darf ich leider immer noch nicht. Genau deshalb musste ich nach kurzer Nacht auch noch früh raus. Ich bin ja auf Mitfahrgelegenheiten angewiesen. Mein Partner war auch ein wenig unausgeschlafen, nach meinen nächtlichen Unruheaktionen. I'm sorry

 
 
Heute war ein grosser Tag. Sechs Wochen nach der Kreuzband und Knorpel Op am Knie saß ich das erste Mal auf meinem Bike. Ganz vorsichtig, und ohne viel Druck auf die Gelenkflächen des Knies zu bekommen.

So spektakulär wie sich das mein Physio vorstellte war das nicht. Er wollte, dass ich nicht allein draußen los fahre, schließlich könnte ja ein Abstieg auf die falsche Seite zur Überlastung des operierten Knies führen. Auf dem Rad bin ich so sicher, sicherer wie zu Fuss. Natürlich habe ich den Schuh erstmal ohne Fuß ins Klickpedal gebracht. Die Drehbewegung in Kombination mit Druck könnte kontraproduktiv sein. Den Weg zum Bike muss ich noch mit Krücken nehmen. Wenn der „Rennbär „ mal auf dem Bike sitzt, gibt’s keinen Grund mehr für Panik. Das Gefühl für Gleichgewicht auf dem Bike ist und bleibt. Das Treten ohne viel Last klappt mit den Klick Pedalen viel besser. Ich kann das operierte Bein dadurch viel besser unterstützen. Die Überlegung links ein normales Pedal (Bärentatze) zu verwenden ist Blödsinn. Was passiert wenn man schnell vom Rad müsste? Richtig –eventuell würde man das falsche Bein auf den Boden setzen. Jetzt bleibt eine Frage. Wie stark darf ich in den nächsten Tagen mit treten? Ich glaube ich versuche das Gleiche Gewicht wie beim Laufen ( 20-30 Kg Teilbelastung) aufs Pedal zu bringen. Das Knie wird mit Schwellung oder Erwärmung reagieren wenn es einen Tick zu viel war.Mit dem Radfahren kommt ein Stück Freiheit zurück. Leider gibt es keine "Teleskop-Krücken" die in den Rucksack gehen.

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... habe ich in den letzten Tagen. Im Schwimmbecken und mit dem Camoped. Das Knie war nur temporär beleidigt. Die Kombination aus Training mit dem Camoped und langen Schwimmeinheiten haben dazu beigetragen, das das Knie super beweglich ist und die Schwellung nahezu nicht mehr vorhanden ist.

Ab und zu verursachen die Narben ein etwas unangenehmes Gefühl. Quernarben können schon mal die natürliche Lymphbewegung blockieren, und kleine Stauungen erzeugen. Während der Bewegung verliert die Kapsel an Spannung. Der Abtransport wird aktiviert.
Zusätzlich hilft ein Kinesiotape die Kniescheibe in der vorgesehenen Position zu halten. Der Physio ist ziemlich motiviert, und stoppt mich mit überzeugend, wenn ich zu ungeduldig werde.  Zum Glück hatte er ein hellblaues Tape zur Hand. So passt das Bild auch in diese Website. Im Moment hab ich die Krücken extrem satt. Trotzdem werde ich sie noch mindestens eine Woche benötigen. Nach der Knorpelbehandlung mit Mikrofraktureirung geht man nach sechswöchiger Entlastung ( 10 Kg Teilb.) innerhalb von zwei Wochen zur Vollbelastung über. Das laufen wird zunächst ganz schön schwierig. Aber: Pünktlich am Freitag setz ich mich auf mein Rennrad. Ich freue mich schon riesig auf die erste lockere Tour.

 
 
Ist so ein Gelenk manchmal schon. Direkt nach der OP tut mein Knie so, als wär nichts gewesen, und nach einer kleinen Belastung macht es plötzlich Terror.

Ich weiß nicht ob die lange Schwimmeinheit der Saunagang oder ein Aktion, bei der ich kurz wegrutschte und das Knie ein bisserl Last bekam schuld daran war. Auf jeden Fall forderte das Knie die Aufmerksamkeit vom Physio, und dieser forderte gleich mal völlige Entlastung. Auch keine Muskelstimmulation mit dem Compex Gerät. Die Kapsel war angeschwollen. Lymphdrainage und Kühlen mit dem Kryo Gerät helfen jetzt. Ein bisschen schade ist es, das der noch sichtbare Muskel unter der jetzt völligen Entlastung auch leidet. Im Laufe des heutigen Tages hat sich der Schwellungszustand beruhigt. Ich hoffe, der Physio lässt mich deshalb morgen wieder ins Schwimmbad gehen. Nach fünfwöchiger Trainingspause merkt man als Sportler schon auch mal, das das Kreislaufsystem mehr Bewegung gewohnt ist. Müdigkeit und leichtes Herzklopfen deuten das zumindest an.

 
 
Wann darf ich behutsam aktiver werden. Welche Übung geht schon? Mit welcher sollte ich mein Knie besser noch nicht belasten. Für die Nachbehandlung von Kreuzbandrissen gibt es viele Standards, fast alle sind sinnvoll. Bei OP’s am Knorpel scheinen sich Mediziner und vor allem Therapeuten relativ uneinig.

Ich selbst habe vier Aussagen. Am behutsammsten sind die Team Physios. Wahrscheinlich gibt es dafür einen Grund. Die kennen mich. Alle sind vorsichtig und trotzdem sagt jeder etwas anderes. Der Job des Patienten ist hier ganz eindeutig zu filtern, und Verantwortung zu übernehmen. Aber was ist mit dem, der wenig Verständnis hat, der eben nicht zugeschaut hat bei der OP, oder einfach kein Gefühl hat? Ziemlich oft scheitern Knorpel OP’s genau daran. Ganz deutlich wird das wenn man mal ein bisserl googelt. In verschiedensten Foren beschreiben Patienten was Sie falsch gemacht haben. Meine Version für die Nachbehandlung nach Knorpel OP- Microfrakturierung:

  • 6 Wochen mit 10 Kg Teilbelastung,
  • Bewegung viel und aktiv, aber ohne das Gelenk zu belasten,
  • Camoped, Fuss am Boden schleifend, „Luftfahrrad“,
  • Schwimmen mit „Poolboy“...

Ansonsten werden Narben und die Folgen der durch das Krücken gehen verursachten Begleiterscheinungen behandelt. Besonders das Becken neigt zur Schieflage, wenn man ständig umher humpelt.  Ins Gelenk appliziert der Teamheilpraktiker homöopatisches für den Knorpelaufbau.

 
 
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Der Physio ist zufrieden, das operierte Knie Gelenk lässt auch bezüglich Beugung und Streckung keine Defizite mehr erkennen. Trotzdem min ich ziemlich genervt. Das gesunde Bein hat protestiert.

Und zwar genau in dem Moment, als ich wieder mal sportlich fit auf einem Bein ums Haus sprang, um den Kompost weg zu tragen. Während solch einem Blödsinn hat einer der Muskeln gestreikt, der in der im gesunden Bein, in Nähe der Sehnenentnahmestelle liegt. Peng und der Schmerz war da. Das um die Sehnenentnahmestelle kleinere Verklebungen aufreißen ist normal. Das spürt man in der Regel ne halbe Stunde... Aber ich hab da leider ein größeres Bündel überfordert und heul jetzt rum. Der Teamheilpraktiker Hias hat die Erstversorgung schon erledigt. Ich bin jetzt freiwillig unaktiver, weil das trotzdem noch weh tut.

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Mein Notizzettel

 
 
Deshalb habe ich beim ersten Schwimmbadbesuch ganz vorsichtig den Grip meiner "Ganimed Gehstützen" getestet. Mittlerweile kann ich auch schon mit dem Camoped trainieren.

Das Knie sieht jetzt in der Tat so aus wie vor der OP. Die Doc's hatten sich an das vorgegebene "Corporate Design" gehalten. Sie haben nur alte Narben für die notwendigen Schnitte verwendet. Seit drei Tagen darf ich mit dem Camoped üben. Das Training erinnert zumindest an Rad fahren, und lässt meine Beine aktiv sein. Mit dem Camoped wird ohne Drucklast zu erzeugen die Gelenkbewegung ermöglicht. Das ist auch wichtig, um die für die Heilung wichtige Gelenkflüssigkeit zu erzeugen. Am Freitag saß ich aber tatsächlich schon ganz kurz auf meinem Bike. Aber ohne zu treten, mit dem Anschub der Teamfahrer, und nur ganz kurz für das Fotoshooting, welches ansonsten mega anstrengend war. Wegen den Krücken.
Dagegen war mein erster Ausflug ins Schwimmbad erholsam. Nur der weg bis zum Wasser erforderte höchste Konzentration. Schließlich gibt's für Gehstützen keine Regenreifen! Ganz vorsichtig hab ich in der Dusche den Grip getestet, um danach keine Gefahr einzugehen.
Das hat ganz gut funktioniert. Das Schwimmen ohne Beinarbeit wird durch ein Schaumstoffkissen zwischen den Füßen ermöglicht und hat richtig Spaß gemacht. Auch denen die mich mal für 2Stunden los waren. Ich war unterwegs, und nicht in der Lage irgendwelche Trage-Jobs an umhergehende Personen zu verteilen. Besonders für den Partner war das wohl erholsam.

 
 
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Momente im Alltag nach der Knie OP

Zehn Tage nach der OP habe ich mich an die Gehstützen gewöhnt. Seit die der Physio perfekt eingestellt hat, ist es auch nicht mehr so anstrengend, damit zu gehen. Nach der Knorpelbehandlung muss ich noch weitere 4 Wochen entlasten, um dem Knorpelersatzgewebe die Chance zum Gedeihen zu geben. Das Kreuzbandimplantat  würde das Gehen ohne „Krücken" schon zulassen. Das Knie schaut schon wieder aus wie neu. Gestern wurden die Fäden gezogen, und auch die Muskulatur ist dank Compex und Spannungsübungen noch nicht komplett weg. Der Team Physio war ganz begeistert, und teilte seine Freude paradoxerweise sofort telefonisch dem Mechaniker mit...Hat er da was verwechselt?
Im Alltag eines Menschen der auf Gehstützen angewiesen ist, tauchen ziemlich unerwartete Situationen auf. Beispiel: Vor ein paar Tagen bereitete ich mir mein Kaffee in der Küche, und stand dann ganz plötzlich vor der Situation, die Tasse nicht zum Tisch tragen zu können. No Coffee to Go! Mittagessen gab's auch schon mal auf der Schwelle. Mittlerweile liegen diverse Transporthilfen in der Wohnung. Umhängetasche und Rucksack sind wertvolle Helfer.

Mein Notizzettel

 
 
Reha oder Urlaub? Beides. Das Knie braucht nach der zusätzlichen Knorpel Behandlung viel Schonung. Dann entspannt man sich am Besten gleich komplett.

Auf der Terrasse hat es seit Tagen Urlaubswetter. Auf unserer sieht es im Moment zuweilen aus wie in einer Sport Reha Klinik.
Neben Lazy Jack und diversen Matten liegen Gummibänder, Polar Cup, Compex, Langhantel und AV Impulse System zur Thromboseprophylaxe. Gestern hab ich mich während der Anwendung im Kabel-Schlauch-Salat verfitzt. Als ich nach den Kopfhörern suchte, war eine Wende notwendig- der Knoten war perfekt. Ein wenig sorgen hab ich mir über Thrombosephrophylaxe gemacht. Eigentlich sollte die Kombination AV und Glexane reichen. Zusätzlich mache ich Übungen die die Muskelpumpe der Waden aktivieren. Als ich an den Schienbeinen blaue Flecken entdeckte hab ich aber dann doch mal den Physio gefragt. Er gab Entwarnung. Offensichtlich sind das Einblutungen durch die Hautschnitte rechts und links unterhalb der Kniescheibe. (Bei mir mussten ja am gesunden Fuß eine Sehne entnommen werden.) Ich habe keine Schmerzen mehr, seit 2 Tagen war Voltaren überflüssig. Auch die Schwellung ist schon fast nicht mehr sichtbar. Füße hoch legen ist trotzdem wichtig. Auch am Schreibtisch Stuhl habe ich angebaut, schließlich ist nur auf der Terrasse liegen ja langweilig. Was jetzt immer schwieriger wird, ist immer daran zu denken, das man nach einem Eingriff am Knorpel (Chondroplastik/ Mikrofrakturierung) nur mit 10 Kg belasten darf. Das Kreuzband fühlt sich super an.

 
 
Ich hasse Kontrollverlust und wollte unbedingt wissen wie es zugeht in meinem Knie und im OP. Die Spinalanesthäsie macht wach sein möglich. Hier kommt ein spannender "Film" und eine wertvolle Erfahrung, die auf jeden Fall Verständnis für das Kniegelenk erzeugt.

Schon vor dem Check-in im Krankenhaus Markgröningen war ich mir sicher: “ Ich will keine Vollnarkose“ Erstens habe ich während der vorausgegangenen OP auch schon teilweise zugeschaut, (man wird medikamentös beruhigt, leicht schläfrig) und zweitens habe ich Angst vor dem totalen Kontrollverlust. Ich entscheide mich für die "Spinale", ohne schläfrig zu sein. Im abendlichen Gespräch mit Dr. Richter  war er über meine Entscheidung auch ganz glücklich, schließlich ging es auch darum, während der OP zu entscheiden, ob der Knorpeldefekt zu bearbeiten ist oder nicht. OK, der Anästhesist war nicht so „amused“, schließlich handelte es sich um eine nicht ganz unkomplizierte OP. Acht Uhr. Putzmunter werde ich in meinem Bett in den super modernen OP Bereich gefahren. Ich bewundere die moderne Architektur des Gebäudes und denk mir „Ich könnte auch selbst laufen“
Nach der ersten Schleuse verpasst man mir sterile Schlappen und eine OP Haube. Ich verlasse mein Bett und nehme auf einer Liege im Narkosevorbereitungsraum platz. „ Um mich herum flitzen OP Schwestern und Anästhesisten, die anderen schlummernden oder schon narkotisierten Patienten versorgen. Ich brauch eine Decke, mir ist kalt. Irgendwann werden auch bei mir dann mal EKG, venöser Zugang und Sauerstoffelektrode angeschlossen. Im Anschluss trifft man die Vorbereitung für die Spinalanästhesie- örtliche Betäubung, danach eine Spritze ins Rückenmark. Vertrauen ist hier ganz wichtig. Die Beine werden sofort taub, ich liege da und kann bald nur noch die Arme und den Kopf bewegen. Man schaltet mir einen kleinen Fernseher ein, für die „Nestwärme“. Mir geht’s gut. Ich habe Vertrauen und beobachte das Geschehen um mich herum. Es dauert. Irgendwann kommt Dr. Richter, fragt nach dem zu operierenden Bein  - diese Frage wird sehr häufig gestellt, markiert mein rechtes Bein mit Farbe, und fügt lachend an: „Weißt Sandra, das ist zur Qualitätssicherung“ Ich mach jetzt noch schnell einen Meniskus, das dauert zwanzig Minuten, dann schauen wir dein Knie an. Die Wirkung der Spinalanästhesie wird mit Kälte geprüft, dann geht’s ab in den OP. Der Raum wirkt futuristisch, die  Doc’s heben mich auf den linken OP Tisch. Die direkte  OP Vorbereitungen  läuft wie am „Schnürchen. Bald hat einer der Doc’s meine Beine über den Schultern und sagt: „Das sind deine.“  Krass, ich denke kurz an Menschen mit Querschnittslähmung. Sterilisieren der Hautflächen, Blutleere erzeugen, abdecken- alles ist eingespielt. Der Übergang zwischen Vorbereitung, ersten Schnitt und Sehnenentnahme ist fließend. Ich spüre die Entnahme in den Nerven und kommentiere: „Das war die Semi.“ „Willst Du sie sehen“ fragt Dr. Richter und kommt mit der Sehne in mein Sichtfeld. Danach spannt er das „körpereigene Ersatzteil“ in eine Vorrichtung, kürzt, säubert, präpariert und vernäht das spätere Ersatzkreuzband. Er weiß was er macht. Das sieht nach echter Handwerkskunst aus.  Ich hab mal kurz den I-Pod im Ohr. Das ist jetzt echt wie im Film“.  Inzwischen vernähen die Assistenten die Entnahmestelle. Lagern mich um auf den rechten OP Tisch, erzeugen mittels orange gefärbter Gummi Bänder rechts Blutleere und positionieren das Knie. Der Anästhesist erkundigt sich schon wieder nach meinem Befinden, die OP Schwester bringt eine Heizdecke. Unterdessen ist Doc Richter schon arthroskopisch im Knie. An zwei Bildschirmen beobachte ich sein Vorgehen und bewundere das Innenleben meines Gelenkes. Der Untersuchung folgt die Diagnose, er erklärt die Situation, zeigt das unfunktionelle Implantat, die Knorpelflächen, die teilweise fehlenden Menisken und alte Narben. Ich sage zum Doc „OK statt drei Wochen sechs, ich sehe ein, das der Knorpel jetzt noch zu retten ist“ Am medialen Femurcondylus wird mit einem wie ein Hufmesser wirkendem Instrument der Knorpel kreisrund abgetragen bis ein fester Rand entsteht. Danach wird in engen Abständen in das Knochenmark gebohrt, bis Blut austritt. Hier soll sich neues Knorpelersatzgewebe bilden. Jetzt folgt das positionieren des neuen Kreuzbandes. Das alte Implantat bleibt im Knie. A bisserl Schwierig für den Doc ist es am alten Implantat vorbei zu operieren.  Er bohrt Löcher, ich spüre auch hier die Vibration in den Knochen. Der Anästhesist erzählt mir unterdessen von seiner privaten OP Angst. Das neue Implantat hängt an einer Schlaufe die aussieht wie ein blaues Kletterseil. Damit zieht er das Teil an den anderen Bändern vorbei hin zum zweiten Anker. Das sieht kompliziert aus, ich verliere ein wenig die Orientierung, weil alles so routiniert geht. Auf die Frage: Zusätzliche Fixierung mit Schraube und Unterlegscheibe tibial?“ „Ja Hauptsache fest.“ Das Knie ist stabil. Der Schubladentest ist negativ, es besteht endlich Rotationsstabilität. Der Doc verkündet „Jetzt ist das Knie stabil“. Während die Assistenten die Schnitte vernähen unterhalte ich mich mit Doc Richter über die OP, die Nachbehandlung und die Konsequenzen der Knorpelbehandlung.  Jetzt fehlt nur noch Musik, der „Film“ geht zu Ende. Es entsteht eine lockerere Stimmung. Ich entspanne mich und habe das Gefühl die Doc’s tun das auch. Bald bin ich wieder im Aufwachraum. Dort muss ich noch eine Stunde verweilen, bis die Wirkung der Spinalanästhesie nachlässt. Ich gebe dem Personal Anweisungen, wie sie mein AV-Impulse Gerät anschließen sollen. Doc Richter kommt vorbei und fragt, ob alles passt und das Teil schon pumpt. Der Fernseher läuft, man serviert Brezen und warmen Tee, eine Schwester bringt eine gewärmte Decke.

Ich bin wieder auf der Station. Mir geht es gut. Am Nachmittag kommt das Gefühl in den Beinen wieder. Die Schwestern und Physios geben Ihr Bestes, bis zur Entlassung.

OKM Sportklinik Klinik Markgröningen (Sportorthopädie Chirurgie )

 
 
Auch wenn das komisch klingt, "ich bin glücklich". Genauer gesagt ist das eine Mischung aus Erleichterung,Dankbarkeit, Zuversicht und Stolz, (bei der OP life dabei gewesen zu sein). Vielleicht bilde ich es mir ein, aber das Knie fühlt sich schon jetzt aufgeräumter an.-Danke an das Team von CA Dr. Richter aus Markgröningen.

Ich liege daheim im Garten. Die Vögel singen, die Sonne strahlt, und das AV System gibt regelmäßig sein Pumpgeräusch wieder.
Ich bin voll ausgerüstet mit Reha-Stuff ( Kryo Kühlmanschette) und lasse mich schön bedienen. Das gehen mit Krücken hab ich schon gelernt, und ansonsten komme ich auch langsam mit der Tatsache klar, dass ich diese jetzt doch 6 Wochen benötigen werde. Während der OP musste ich einsehen, dass der Knorpel jetzt noch zu retten ist. Nach einer normalen Kreuzband OP hätte ich schon bald keine Krücken mehr benötigt. So langsam lassen die Schmerzen nach. Ich glaube morgen benötige ich nur noch abends eine Voltaren Tablette. Das „Hammer-wegbeam-Präparat" Tramal kann wohl in der Kiste bleiben. Ich bin ziemlich stolz darauf, die komplette OP life mitverfolgt zu haben. Das war wirklich ein wertvolles Erlebnis und hoch interessant. Ein Monster bin ich nicht. Bei fremden Knien könnte ich nie zuschauen, da würde mir schlecht werden. In jedem Fall werde ich spätestens morgen hier meinen persönlichen OP Bericht schreiben. Ich weiß jetzt  „Alles" was der normale Vollnarkose Patient vielleicht gerne wüsste.

 
 
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Die Sandra die schaut zu, ihr Knie das geht im Nu, auf und wieder zu.

Wann hat man schon mal die Möglichkeit für solche Einblicke: Sandra ist abgehärtet in Sachen Knie OP: "da schau ich doch zu."  Mit Spinalanestesie und voll bei der Sache, bekommt sie die ganze OP mit . Gemeinsam mit dem CA Dr. Richter hatte man am Vortag für ein "Double Bundle" entschieden. Das alte überdehnte und unfunktionelle Implantat sollte erhalten bleiben und wieder zur Funktion getrimmt werden.  Alles gut gelaufen... Das Kniechen wurde schon während der OP getestet (hin- und her, "Schubladentest" - wie gesagt, Sandra mitten drin statt nur dabei) und dann durfte Sandra sich zudem noch mit der Frage beschäftigen, ob der Knorpel auch noch gleich geglättet werden soll oder erst in 3 Jahren. Ach, wenn dann doch alles zusammen... Die Reha-Zeit wird dadurch zwar etwas länger, aber dafür läuft das Knie wieder zu absoluter Topform auf. Alles gut soweit also - bißchen Schmerzen hat unser Rennbär zwar schon gibt sie dann doch zu, aber Sonntag geht es ja auch schon wieder heim und da wird sie dann weiter bestens umsorgt (die Team-Physios Jonas und Hias freuen sich schon...).

Wünschen wir ihr weiter alles Gute - Grüße von Ecki, der hier in Sandras Namen schreibt, weil sie nun grad doch nicht so gut zum Internet laufen kann...

 
 
Hat sich der „Rennbär“ am heutigen sonnigen Nachmittag gegönnt. Im Moment ist es unglaublich schön da draußen in den Bergen. Es wird Frühling.

Die Natur erwacht, das helle Sonnenlicht wird von der feuchten Luft reflektiert, es herrscht gleißendes Licht im Revier in der Nähe des Walchensees. Die erwärmten Strassen riechen nach Asphalt. Augen zu, und du glaubst, du bist im Trainingslager in Mallorca. Bloss das Knie streikt, wenn ich aus dem Sattel gehe. Augen auf und du siehst das blaue Wasser des Sees und die Krokusse neben meterhohen Schneewänden. 
...und ich check morgen ins Krankenhaus ein. "OK- Augen zu -und durch". Ich habe die wichtigsten Sachen eingepackt. Suuuuper wichtig für die ersten Tage ist das A-V Impulse System, Whobenzym und Duschpflaster. Ich hoffe so, das ich die OP Schwestern davon überzeugen kann, das AV Impulse Gerät schon direkt im OP anzulegen. Dadurch wird die Schwellung nach der OP auf ein Minimum reduziert. Also Morgen früh geht’s auf. Ich werde um 7 Uhr in den Zug nach Markgröningen steigen. Am Sonntagnachmittag kann ich ja vielleicht schon wider die Bergsonne auf der Terrasse genießen.

www.av-impulse.de / Pflaster

 
 
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Ich muss zugeben, ich bin a bisserl aufgeregt. Am liebsten wäre es mir, wenn ich die Reparaturmaßnahmen schon hinter mir hätte.

Im Moment ist auch spannend, ob meine Krankenkasse- die AOK, die benötigten "Ersatzteile" finanziert.  Ich habe gestern noch mal mit meinem zuständigen Berater telefoniert. So schlecht schaut es nicht aus. Ich bin gespannt. Zum Ablenken von meiner ganz persönlichen Aufregung , trainiere ich einfach ein bisserl. Morgens 2 x 50 Kniebeugen, abends das gleiche. Ganz wichtig für mich: Ich will das schöne Wetter nutzen und nochmal mit dem neuen Bike raus gehen. Das Radeln abseits von Gelände tut dem Knie gut, und nimmt die Schwellung vor der OP. Morgen hab ich den ganzen Tag genau dafür reserviert.

 
 
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So jetzt herscht Gerechtigkeit. Nächste Woche muss nicht nur ich zur OP, sondern auch mein Subaru.

die "Glückssträhne" hält an. Gestern ist mir ein "halbblinder" Experte in das nagelneue Teamfahrzeug gefahren. Zum Glück ist wenig passiert. Trotzdem muss mein Subaru Forester in die Werkstatt. Wehleidig erzählte ich dem Autosponsor, H.Willibald jun., von der Zwangspause. Worauf der antwortete: "Ach da bist glei wieder fit, ich habe auch so ein Allocraft Implantat"  Er war mal Eishockey Spieler. Das beruhigt mich jetzt endlich wirklich. Allocraft bedeutet Spendersehne! So oft werden die nicht verwendet, meistens bei Sportlern.  Ein bisschen mulmig war mir schon, bei diesem Thema. Naja, Craft ist immer gut. Zu wem soll das besser passen als zu mir?
Ach ja, ich habe experimentiert, mit geschlossenen Augen ist das Wackelbrett eine echte Herausfordeerung. Hier ist "halbblind mal echt gut."

Der Notizzettel

 
 
Ich bin ausgerüstet

So jetzt bin ich fürs Erste ausgerüstet. Im Wohnzimmer liegt eine Langhantel mit 25 Kg, ein Schaukelbrett liegt daneben, und ein Pezziball. Während ich die ersten Kniebeugen mache erscheint im Online Magazin die Pressemitteilung über den Saisonstart des eigenen Mountainbiketeams. Das Schaukelbrett fordert mich nicht wirklich, sogar auf der Profi Version des MFT muss ich mich selbst überlisten um Herausforderung für die Muskeln und Bänder um mein Knie zu erzielen. Nach der OP wird das sicher wieder anders sein. Die Kniebeugen strengen da schon mehr an. Schmerzen habe ich keine. Gefährlich für das Knie wird es nur, wenn ich die Muskulatur nicht sofort kontrollieren kann. Nachts zum Beispiel, wenn ich aufstehe und ums Bett navigiere.

Pezziball Schaukelbrett und Co.: Valley-Vital

 

 
 
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...ist schon vor der OP. Gestern hat mir der Physio erzählt, wie wichtig jetzt, schon vor der OP, das Training ist.

Die Schwellung am Knie ist fast wieder weg. Ich hatte sofort begonnen was für die Abschwellung zu tun. Bewegung ist gut, sofern das verletzte Knie das erlaubt.  Beim Rad fahren habe ich keine Schmerzen mehr. Die Schwellung geht durch pedallieren deutlich zurück. Zusätzlich schlucke ich pflanzliche Enzyme (Whobenzym). Jetzt ist Reha Start. Noch mehr Muskeln und mehr Koordination sollen das lädierte Knie nach der OP unterstützen. Jetzt werde ich mal losziehen und mich mit ein paar Trainingsgeräten für Daheim ausrüsten.

 
 
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PR: "Ein Trainingssturz im rutschigen Gelände setzt die dreimalige Transalpsiegerin trainingstechnisch außer Gefecht"

Diagnose Kreuzbandriss ist für mich nichts komplett Neues. Schon zweimal musste ich mir Kreuzband Implantat verpassen lassen. Nach der gelungenen ersten OP startete ich zu früh mit dem Geländetraining. Das letzte Implantat bereitete schon immer Probleme, und war durch den Sturz final überfordert. Jetzt muss ein neues Kreuzband in mein Knie.
Natürlich bin ich enttäuscht, nun nicht mit dem eigenem Team in die Saison starten zu können. „ Die OP mußsein."